"Bruno Balz: Kann denn Liebe Sünde sein?"      –     Leben & Lieder interpretiert von   Jon Michael Winkler

Jon Michael Winkler interpretiert Balz' Songs neu ... / Bildmotiv GdS

      Vita & Songs des homosexuellen Textdichters Bruno Balz

      dargestellt und gesungen von      Jon Michael Winkler
      zu Bildcollagen & Script von             Gaby dos Santos
      Historische Recherche/Beratung          Christian Sepp

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Jeder kennt noch heute seine Lieder, kaum einer den Menschen dahinter ...
Das Künstlerportrait zeichnet das Schicksal des homosexuellen Textdichters nach und stellt dabei Balz' Biographie dessen Songs gegenüber. Dadurch entfalten die allseits bekannten Evergreens ungeahnte Doppelbödigkeit, insbesondere durch die ungewönliche Inszenierung, die anstelle einer Diseuse einen männlichen Interpreten einsetzt:

Gesanglich intensiv nachempfunden werden die Balz–Songs hier von dem Musiker, Chansonnier und Komponisten Jon Michael Winkler. Dieser hat die Stücke behutsam in seiner ganz eigenen Handschrift arrangiert und interpretiert sie bewußt jenseits der großen Vorbilder, wie Zarah Leander. Dadurch wird die in den Texten verschlüsselte Gefühlswelt des homosexuellen Dichters transparent und direkt erlebbar.

Im Multimedia-Teil der Produktion erzählt Jürgen Draeger, Balz' letzter Lebensgefährte, in bewegenden Sprach-Einblendungen aus Balz' Leben, ergänzt durch zahlreichen Archiv-Bilder, Dokumente aus dem privaten Nachlass sowie filmische und publizistische Zitate.
Im Dritten Reich als Homosexueller beinahe deportiert, in die Scheinehe gezwungen und als Künstler totgeschwiegen, überlebte Bruno Balz, indem er die Propaganda-Maschinerie des Dritten Reiches und somit die Star–Riege der UFA, mit Durchhalte-Hits versorgte, wie:
„Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehen“ –
„Davon geht die Welt nicht unter ..!“ – „Sing, Nachtigall sing“
Das wiederum brachte Balz nach dem Krieg wegen Nazi–Propaganda erneut vor Gericht, in einer Zeit, in welcher der    § 175   Homosexualität noch immer unter Strafe stellte!

Die zeitgeschichtliche Collage von Gaby dos Santos zeichnet ein tragisch-komisches Kapitel deutscher Kulturgeschichte nach und ist zugleich ein Plädoyer für Toleranz – und für die Liebe!.
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