
Jon Michael Winkler interpretiert Balz' Songs neu ... / Bildmotiv GdS
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Jeder kennt noch heute seine Lieder, kaum einer den Menschen dahinter ...
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Das Künstlerportrait zeichnet das Schicksal des
homosexuellen Textdichters nach und stellt dabei Balz' Biographie dessen Songs gegenüber. Dadurch entfalten die
allseits bekannten Evergreens ungeahnte Doppelbödigkeit, insbesondere durch die ungewönliche Inszenierung, die anstelle
einer Diseuse einen männlichen Interpreten einsetzt:
Gesanglich intensiv nachempfunden werden die BalzSongs hier von dem Musiker, Chansonnier und Komponisten Jon Michael Winkler.
Dieser hat die Stücke behutsam in seiner ganz eigenen Handschrift arrangiert und interpretiert sie bewußt jenseits der großen Vorbilder, wie
Zarah Leander. Dadurch wird die in den Texten verschlüsselte Gefühlswelt des homosexuellen Dichters
transparent und direkt erlebbar.
Im Multimedia-Teil der Produktion erzählt Jürgen Draeger, Balz' letzter Lebensgefährte,
in bewegenden Sprach-Einblendungen aus Balz' Leben,
ergänzt durch zahlreichen Archiv-Bilder, Dokumente aus dem privaten Nachlass sowie filmische und publizistische Zitate.
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Im Dritten Reich als Homosexueller beinahe deportiert, in die Scheinehe gezwungen und als Künstler totgeschwiegen,
überlebte Bruno Balz, indem er die Propaganda-Maschinerie des Dritten Reiches und somit die StarRiege der UFA, mit Durchhalte-Hits
versorgte, wie:
Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehen
Davon geht die Welt nicht unter ..! Sing, Nachtigall sing
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Das wiederum brachte Balz nach dem
Krieg wegen NaziPropaganda erneut vor Gericht, in einer Zeit, in welcher der
§ 175
Homosexualität noch immer unter Strafe stellte!
Die zeitgeschichtliche Collage von
Gaby dos Santos
zeichnet ein tragisch-komisches Kapitel deutscher Kulturgeschichte nach
und ist zugleich ein Plädoyer für Toleranz und für die Liebe!.
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