Apokalypse – Noch geht die Welt nicht unter!
Eine multimediale Collage zu Live–Musik, Tanz und Bildender Kunst
"Das Jüngste Gericht"
H. Bosch: vorläufige
Platzhalter–Abbildung
Zum mythischen Jahr 2012, in welchem die Zeitrechnung der Mayas abrupt endet, lädt diese multimediale Performance zu einer ebenso spannenden wie aufschlußreichen Zeitreise durch Endzeit–Visionen der Menschheitsgeschichte ein.

Die apokalyptischen Visionen werden dabei mit zeitgenössischen Betrachtungen und aktuellen Mediendiskussionen in Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft ergänzt und kontrastiert, anhand live vorgetragener Zitate aus historischen und publizistischen Texten, Literatur und Volksmund, recherchiert, zusammengestellt und rezitiert von Gaby dos Santos.

Für das Projekt hat Thorsten Kuske ein spezielles Bildkonzept entwickelt: Dieses fasst unterschiedlichstes Bildmaterial aus Kunstgeschichte und zeitgenössischen Archiven sowie eigene Werke zu einer einheitlichen Bildsprache zusammen und verbindet sie mit tänzerischen Elementen. Durch Einbeziehung der Bildenden Kunst in die Darstellende des Tanztheaters, ergeben sich inhaltliche wie emotionale Wechselwirkungen zwischen beiden Medien. Kuskes Bildkompositionen illustrieren die Collage und bilden die Kulisse für filmische Tanzsequenzen der Tanzcompany Tipping Point, die das Individuum als Opfer seiner apokalyptischen Visionen und Erfahrungen darstellt.

Nach Ablauf jeder filmischen Tanzsequenz verarbeitet das gleiche Tanzensemble live das Erlebte, macht so den schöpferischen Kraftakt der Verdichtung, Verschiebung und Umkehrung der Conditio humana unmittelbar erfahrbar und löst die apokalyptischen Visionen in Visionen der Hoffnung auf. "Einen neuen Himmel und eine neue Erde" verheißt der Schluß der Offenbarung des Johannes. Dieser korreliert in der Performance unter anderem mit den Möglichkeiten und Freiheiten in der heutigen Lebensgestaltung. Dieser Verarbeitungsprozess, den die Tänzerinnen szenisch vorantreiben, wirkt dann - durch eine Bedeutungsverschiebung oder ein Wandlungselement - auch auf die Ebene der Bildenden Kunst zurück, dargestellt durch Malereien von Thorsten Kuske selbst.

Auch das Musikrepertoire, zusammengesetzt aus Livemusik sowie Klang-Collagen und Soundeffekten von Jon M. Winkler und Hanno Ruesch folgt dem weitgespannten historischen Bogen, untermalt den Bildteil sowie die tänzerischen, gesanglichen und textlichen Live-Darbietungen und rundet die Collage zu einem ganzheitlichen Erlebnis aller Sinne ab ...
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